Blog von Reinhard

Im April 2015

Das System der TraubenvergĂĽtung ist in Teilen der Genossenschaften reformbedĂĽrtig ! Nachfolgend die GrĂĽnde:
Bei großen Teilen der Obst und Gemüsebetriebe ist es selbstverständlich,vor, während und spätestens nach der Ernte werden die Werte ermittelt, welche zur Preisbildung aus betriebswirtschaftlichen Gründen der Erzeuger, aber auch der Vermarkter ermittelt und analysiert werden müssen. Auf der Basis der Vorjahresernte können sich die Erzeugungskosten wesentlich verändert haben. Die Höhe der zurückliegenden Ernte bleibt dabei die Basis. Verändert könnten sich die Lohnkosten haben, Aber auch die Materialkosten können aus den Fugen geraten sein. Die gegenwärtige oder die gerade laufende Ernte kann sowohl deutlich höher oder eben auch deutlich niedriger ausfallen. So gilt der Grundsatz: Angebot und Nachfrage bilden den Preis.
Betrachten wir aus aktueller Sicht den Markt des Spargels oder der nachfolgenden Erdbeeren. Es leuchtet wohl jedem auch Nichtbetriebswirtschafler ein. Erstmals ist der Gesetzl. Mindestlohn seit 1.1.2015 in Kraft. Vorher haben wohl die wenigsten der Spargelbauer oder der Erdbeeren-Erzeuger auch nur annähernd einen Stundenlohn von 8,50€ bezahlt.
Jetzt sind sie verpflichtet dazu. Der Gesetzgeber hat sich dabei nicht darum gekĂĽmmert, inwiefern so ein Stundenlohn den Preis des Produktes verändern wird. Sein Grundsatz war: Der Lohn muss so hoch sein, dass die arbeitende Kraft davon leben kann. Ob dieser Lohn nun das Produkt derart verteuert, dass die Nachfrage deutlich sinkt, das war fĂĽr den Gesetzgeber nicht einmal zweitrangig. Auch in der Rechtfertigung war von der Frau Nahles zu diesem Argument nie was zu hören.
Was also werden Erzeuger und Vermarkter zu tun haben? Sie werden sich zusammen setzen mĂĽssen. Die Argumentation des Erzeugers wird sein, wir mĂĽssen einen höheren Preis fĂĽr das Kilo erzielen. Der Vermarkter wird argumentieren, bei einem höheren Preis wird die Nachfrage sinken und wir verkaufen weniger. Also muss zumindest ein Kompromiss her.
Nun aber zu den Trauben, speziell jenen, welche ĂĽber Händler oder Winzergenossenschaften ihr Produkt an den Mann bringen. Und jetzt kommt der groĂźe Unterschied: Im Erntejahr reagiert sowohl der Produzent, also der Winzer, als auch der Vermarkter ĂĽberhaupt nicht. Er macht seine Arbeit weiter wie bisher. Erst nach 1 oder 2 Jahren schickt er seine Ab- rechnung an den Winzer, getreu nach dem Prinzip: Was an Kosten der Produktverarbeitung und Vermarktung ĂĽbrig bleibt, das ist dem Winzer sein Traubenerlös. Bekanntlich ist es bei einem groĂźen Teil so, dass der Traubenerlös bei weitem die Produktions kosten nicht mehr deckt. Zu dieser Zeit redet kaum noch einer davon, dass damals vor 2 Jahren der Gesetzl.Mindestlohn daran schuld war und im gleichen Jahr kam auch noch verstärkt die Bekämpfung der Kirschessigfliege dazu, welche mit 3-4 zusätzlichen Spritzungen die Unkosten pro ha erheblich in die Höhe getrieben hat.
Was also ist die Lösung beim Weinbau?
Sobald die Ernte der Trauben eingebracht sind, haben sich Winzer, Vermarkter, Endvermarkter und Beratung an einen Tisch zu setzen und die Situation zu beraten. Dann (und nicht Monate und Jahre später) muss die Konsequenz aus der Ernte gezogen werden mit dem dazu gehörenden, wohl gestiegenen Kostenbild. Grund kann in einem anderen Jahr sehr wohl auch eine deutlich kleinere oder deutlich größere Ernte sein, welche ebenfalls ein ähnlichliches Bild hinterlassen können. Nach oben oder nach unten.
Und genau dies muss den Discountern vermittelt werden, im Erntejahr und nicht Jahre später, wenn “das Kind im Brunnen liegt”. Am besten nimmt sich der Vermarker beim Dicounter einen gestandenen Winzer oder Winzerin mit dazu. In manchen Gemeinden wird so etwas schon umgesetzt, es ist also nicht wieder so eine Erfindung vom Frank.
Reinhard Frank
 

17.07.2014

Qualitätsmanagement und/oder Qualitätskontrolle im Weinbau ?
Was fĂĽr eine Frage? Qualitätsmanagement hat fast im gesamten Weinbau unabhängig von der Vermarktungsform Eingang gefunden.
Unter Qualitätsmanagement versteht man beginnend bei Pflanzung, Erziehungsform alle folgenden Arbeiten im Weinbau von Rebschnitt bis zur Lese. Schon beim Rebschnitt sollte die Vision vorhanden sein, zu welcher Qualitätsgruppe das zu erwartende Lesegut Verwendung finden soll.
Im Markt wird sowohl der allgemeine Standard-Trinkwein genau so gebraucht, wie die gehobene Qualität entweder direkt für den Endverbraucher, als auch für die Gastronomie und für gehobenere Ansprüche des Konsumenten.
Aber wie sieht die Praxis aus? Große Teile des Rebenanbaues werden zwar in abnehmenden Maße von Nebenerwerbswinzern bewirtschaftet. Dies ist auch gut so. Langfristig können die in den letzten Jahrzehnten geschaffenen Rebterrassen zumindest speziell in Baden nicht allein von Vollerwerbsbetrieben bewirtschaftet werden. Für eine andere Kultur sind sie schlicht und einfach nicht geeignet.
Das praktische Wissen, welches fĂĽr Erzeugung von gesunden Trauben notwendig ist, wurde und wird von Generation zu Generation weiter gegeben.
Dies allerdings meist ohne eine Grundlage des notwendigen theoretischen Wissens, welches notwendig ist, gestiegene AnsprĂĽche an gesundes Lesegut zu dominieren.
Diese AnsprĂĽche haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Noch vor 30-40 Jahren verstand man unter Qualität fast ausschlieĂźlich eine erhöhte “Ă–chslegläubigkeit”. Dem Winzer wurde vermittelt, dass der Zuckergehalt das NonPlusUltra der Qualität sei.
Dies hat sich bei vielen Winzern bis in die Gegenwart erhalten. Man kann das gut beobachten bei der Traubenabgabe der Winzer.
Wie hypnotisiert wird auf das Ergebnis des Mostgewichtes, also den Öchslewert geschaut. Na klar, Öchslewert und Gewicht der Trauben bilden nunmal die Grundlage der späteren Bezahlung für das Traubengut.
Aber zur Qualität gehört eben mal mehr als diese beiden Faktoren. Es hat sich noch nicht genĂĽgend herumgesprochen, dass der Kellermeister, wenn er einen guten Wein schaffen soll, gesunde Trauben braucht, zum richtigen optimalen Zeitpunkt geerntet, aus Lesegut, welches im Rahmen eines sortentypischen, moderaten Ertrages gewonnen wurde, also Faktoren, welche man nicht so leicht messen kann wie Mostgewicht und Ertrag, welche die Grundlage mit diesen zusammen sind eine vom Markt geforderte Weinqualität. Auch die rechtzeitige Entfernung von KĂĽmmertrieben gehört dazu.
Warum ist noch keiner in den Gremien der Nordweiler Winzergenossenschaft (3 Vorständen,6 Aufsichtsratmitglieder und GeschäftsfĂĽhrung) auf die Idee gekommen, zur Generalversammlung auch mal einen Kellermeister des BWK als Referent ein zu laden? Auch damit könnte man den herunter gekommenen Besuch der GV steigern. Aber schon mit diesem Vorschlag hab ich mich wieder ungefragt ein gemischt. Entschuldigung!
Zur Förderung der Qualität braucht man ein Qualitätsmanagement und eine abschließende Qualitätskontrolle. Aber nicht erst 1 Tag vor der Lese.
Dazu ist ein Grundwissen zu vermitteln, nicht nur gegenĂĽber selbstverständlich dem Haupterwerbswinzer, welcher es eigentlich in seiner Ausbildung gelernt haben mĂĽsste, sondern auch dem Nebenerwerbswinzer gegenĂĽber. WissenĂĽbermittlung vom GroĂźvater und Vater/Mutter reicht nicht mehr aus.
Kein Mensch käme auf die Idee, Fahranfänger im Straßenverkehr ohne Fahrausbildung starten zu lassen. Einfach nur durch Beobachtung und Hinweise von den Eltern oder Lebenspartnern. Einfach nur so..................und warten bis etwas passiert ist.
Verstärkte Wissensübermittlung ist dringend vonnöten. Theoretisch schwerpunktmäßig in den Wintermonaten, verstärkt durch Unterweisung am Objekt der Rebe in den Sommermonaten.
Wenn schon Harddiscounter wie Aldi, Lidl usw im eher unteren Marktpreissegment dies zu Recht fordern und durch Kontrollen darauf zu Recht beharren, um so mehr ist es doch fĂĽr den Rest des Traubengutes fundamental eine wichtige Forderung .
Es reicht nicht aus, einfach ein paar Wochen vor der Lese die Flächen zu kontrollieren und unter Umständen ablehnende Bescheide zu verschicken, ohne zu verlangen, dass die Bewirtschafter (am besten mit ihrer Frau) bei der abschlieĂźenden Kontrolle anwesend sein mĂĽssen. Das ist doch eine minimalste Forderung, wenn man schon meint, man könne Qualitätskontrolle ohne ein vorausgehendes begleitendes Qualitätsmanagement durchfĂĽhren. Es kann doch nicht sein, daĂź AnsprĂĽche an gesundes, qualitatives Lesegut unterhalb von dem liegen, was der Hardiscounter fĂĽr seine AnsprĂĽche deffiniert.
Ich kann nur hoffen, daß diese Zeilen nicht nur von Winzern gelesen werden, sondern auch von diversen Produktions- und Markt- Verantwortlichen, welche sich so was in der Generalversammlung nicht gerne anhören, ohne ausnahmsweise mal auf die Namensnennung von solchen Herren zu verzichten. Wenn sie es in der GV nicht hören mögen, so muss man es eben auf diese Weise tun
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Reinhard Frank

 

Gesetzlicher Mindestlohn; Erfahrungen aus Frankreich von Reinhard Frank
Die Diskussion um die EinfĂĽhrung eines flächen- und branchendeckenden, gesetzlichen Mindestlohnes ist in Deutschland durch die inzwischen gelaufenen Koalitonsverhandlungen von CDU und SPD neu entbrannt. Wie das im Einzelnen fĂĽr Deutschland aussehen wird, kann zur Stunde noch niemand sagen. Es ist aber interessant, wie das in unserem Nachbarland Frankreich gehandhabt wird.
Der Autor war als landwirtschaftlicher Unternehmer insgesamt 28 Jahre in Frankreich tätig
Frankreich hat den gesetzlichen Mindestlohn(SMIC) in einer ersten Verfassung seit dem 11.Februar 1950. Ziel war “jedem einzelnen Arbeitnehmer den Schutz der Gesundheit, materielle Sicherheit, Erholung und Freizeit” zu garantieren.
Eine gewisse Umgestaltung erfolgte zum 2.Jan.1970. Ziel dieser Umgestaltung war, nicht nur das Existenzminimum des Arbeitnehmers zu schĂĽtzen, sondern auch die “Teilhabe an der Entwicklung des Landes. Deshalb wird der SMIC auch jährlich neu berechnet und der Gesamtentwicklung des Landes angepasst. Der SMIC ist in den Jahren von 2001 bis 2007 um insgesamt 21% gestiegen. Der gegenwärtige SMIC , Stand 1.Jan.2013 beträgt 9,43€ brutto pro Stunde und 1.430,22€ monatlich bei gesetzlicher 35-Stundenwoche.
Er gilt fĂĽr ganz Frankreich und fĂĽr alle Branchen, also auch fĂĽr Land- und Forstwirtschaft.
Das heisst Frankreich hat somit keine ausgehandelten Brancheregelungen, zumindest keine welche unterhalb des SMIC liegen, wie wir dies in Deutschland haben, welche zwischen entsprechenden Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelt werden.
Der SMIC bezieht sich auf den Stundenlohn fĂĽr alle Branchen mit nur ganz wenigen Ausnahmen. Dies sind:
1.Jugendliche unter 18 Jahren mit weniger als 6 Monaten Berufserfahrung.
2.junge Auszubildende.
3.Jugendliche, die vor der Berufsausbildung ein Praktikum absolvieren.
4.Behinderte
Die Erhöhung des SMIC darf (lt.Gesetz 2.1.70) nicht niedriger ausfallen, als die Hälfte der Erhöhung der Kaufkraft der vom Arbeitsministerium ermittelten durchschnittlichen Stundenlöhne. Die Regierung hat aber jederzeit das Recht, den SMIC zu erhöhen.
Was sind nun die praktischen Auswirkungen?
Ein Beispiel aus der Praxis kann dies verdeutlichen:
Im unteren Rhonetal wird viel Gemüse, Salat, Melonen, Erdbeeren usw. angebaut. Die Bodenverhältnisse und die klimatische Situation sind dafür günstig.
Ein morgendlicher Besuch bei einem meiner Nachbarn (Salat, Erdbeeren, Melonen) konfrontiert mich mit der fast ganzen Familie mit einigen wenigen Saisonkräften im Zelt. Man schafft was man kann. Aber warum sucht ihr euch nicht noch einige Helfer? So meine Frage. Die Antwort: Geht nicht ! Ist viel zu teuer!
Ich fahre weiter in den Ort um mein Baguette zu holen. Viel Jugend auf Strassen und Brücken im Ort. Männer mittleren Alters, davon viele Nordafrikaner vor den Bistros und in Gruppen versammelt.
Was die Statistik meldet, zeigt sich auch in der Praxis. Eine ungewöhnlich hohe Arbeitslosenzahl, besonders in der Jugend. Warum arbeiten diese Leute nicht ? Es gibt doch wirklich so viel zu tun. Ich lasse mir das von meinem Nachbar erklären:
Die spanischen Produzenten von Obst und Gemüse bestimmen zum Saisonbeginn den Preis. Sie sind etwas früher dran, das hängt mit Klima und damit früherer Reife zusammen. Das ist aber nicht alles. Auch Spanien hat einen gesetzl. Mindestlohn. Er beträgt zu dieser Zeit (1.1.2013) 3,91€ pro Stunde. Zum Vorteil früher auf dem Markt zu sein, kommt dann noch ein Unterschied von 5,52 € zu dem der spanische gesetzliche Mindestlohn tiefer liegt als der französische gesetzliche Mindestlohn. Frankreich hat einen der höchsten, möglicherweise derzeit der höchste Mindestlohn der Welt.
Unbeantwortet bleibt damit auch die Frage, ob das auch wirklich alles so umgesetzt wird?
Auch da hat man auch entsprechende negative Erfahrungen von Mitgliedsländern in der EU. Die Erfahrung reicht von Papier ist geduldig bis zu “Umsetzung nach Punkt und Komma”. Gehen wir mal nach allen Erfahrungen davon aus, dass nach EinfĂĽhrung eines Gesetzlichen Mindestlohnes fĂĽr Deutschland letzteres zu erwarten wäre, so wĂĽrde das zum Bsp.bedeuten, daĂź der Onkel eines Weingutsbesitzers mit seinem Neffen einen Stundenlohn von 5,00€ als Lesehilfe einvernehmlich ausmachen wĂĽrde, so wäre das ungĂĽltig, rechtswidrig und strafbar, auch mit Einverständnis des Neffen.
Bei der Einführung eines Gesetzlichen Mindestlohnes wird immer wieder ausgeführt, daß ein Mindestlohn das Existenzminimum sichern müsste. Selten oder gar nie wird der Begriff der Wertschöpfung diskutiert, welche in einer Arbeitsstunde von einem Beschäftigten in den verschiedensten Branchen geleistet werden muss.
Es ist nunmal so, daĂź bei landwirtschaftlichen Produkten wie GemĂĽse, Obst, Trauben usw. der prozentuale Stundenlohn innerhalb der Produktion eine viel größere Bedeutung hat als beispielsweise in der Autoindustrie oder im Maschinenbau. Die prozentuale Zahl pro Arbeitsstunde zur Herstellung von Obst und GemĂĽse ist deutlich höher als in der Industrie. So gelten derzeit in der Bauwirtschaft von Deutschland vereinbart von Arbeitgebern und Gewerkschaft 13.00€ als (nicht gesetzlicher) Mindestlohn pro Stunde. In der Landwirtschaft wäre das völlig undenkbar.
Gesetzliche Mindestlöhne haben in keinem der beiden erwähnten Nachbarländern mehr Beschäftigung gebracht. Ganz im Gegenteil!
Spanien hat derzeit (Stand 1.1.2013) eine Arbeitslosigkeit von 25,1% und Frankreich im Durchschnitt des Landes aktuell
10,1%. Im Süden des Landes z.Bsp im Departement Vaucluse sind es aber 18%, wobei die Arbeitslosigkeit besonders bei Jugendlichen extrem über dem Durchschnitt liegt. Frankreich vermeldet aktuell (2013) eine Jugendarbeitslosigkeit von 25,7% und in Spanien ist die Jugendarbeitslosigkeit auf katastrophale 55% angewachsen. Schlimm an der ganzen Sache ist dabei, dass gerade bei Jugendlichen eine längere Arbeitslosigkeit zum Verlust der Arbeitsfähigkeit führt. Wem ist also damit geholfen, wenn die Leute arbeitslos auf der Straße stehen?
Was hat dies alles z.Bsp. aber mit dem deutschen Weinbau zu tun? Viel hängt mit vorher schon erwähnten Begriff der Wertschöpfung zusammen. Wenn der Traubenerlös pro ha sich beispielsweise nicht von der “Schmerzgrenze”
von 6.800,-€/ha, was in vielen Betrieben in zurückliegenden Perioden Realität war und teilweise immer noch ist, deutlich nach oben bewegt, so ist ganz schnell die Situation erreicht, dass der Unternehmerlohn deutlich unterhalb eines noch nicht festgelegten Gesetzlichen Mindestlohnes liegt. Sicher ein Extrembeispiel, aber die Realität hat die Vision schon längst eingeholt
Lassen wir den offiziellen Agrarbereicht der Bundesregierung sprechen:
Zitat aus dem Agrarbericht 2011/12 der Bundesregierung von Dr JĂĽrgen Oberhofer DLR Rheinpfalz, also ein amtliches Papier, veröffentlicht in “Der Deutsche Weinbau” 5.10.2012
Fazit: Laut Agrarbericht beschäftigt jedes Unternehmen zwei nichtentlohnte Familienarbeitskräfte. Bei einer Jahresarbeitsleistung von 2000 Stunden je Arbeitskraft ergibt sich somit ein Bruttostundenlohn von 9,61€. Allerdings ist hiervon noch die gesamte Sozialversicherung (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteilt) abzuziehen. Somit wird deutlich, dass sich die Einkommenssituation im Weinbau im Vergleich zum Vorjahr zwar verbessert hat, weiterhin jedoch zu gering ausfällt, Bei den Betrieben mit genossenschaftlicher Vermarktung beträgt die Entlohnung der Familienarbeitskräfte
3,47 €/Stunde. Es drängt sich die Frage auf, wie lange zumindest die wirtschaftlich schwächeren Betriebe im Genossenschaftsbereich noch überleben können. Zitatende.

Wie sollte es also den überwiegender Anzahl der Betrieb möglich sein, einen Gesetzlichen, branchenübergreifende Mindestlohn von 8,50€ zu bezahlen???
MĂĽssen wir uns denn so was wirklich abschauen von unseren Nachbarn? Weder Spanien, noch Frankreich, taugt insofern als Modell der Wirtschaftlichen Weiterentwicklung fĂĽr Deutschland.
Reinhard Frank 
 

 


“Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben”
ein Beitrag vom 23.12.2013
An den Spruch musste ich heute 23.12.13 denken, als ich den Wirtschaftsteil der FAZ las. Da ist zum Thema “Gesetzlicher Mindestlohn” der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer aufgewacht. Er reklamiert, dass es nicht sein könne, dass Praktikanten, Rentner, Ehrenamtliche und Saisonarbeiter in der” Lebenswirklichkeit” ebenfalls diesen von der GROKO (Grosse Koalition vereinbarten, Branchen-, Länder- und Lebensalter- ĂĽbergreifenden gesetzlichen Mindestlohn erhalten mĂĽssen. Ja, ist er denn nicht an erster Stelle mit dabei gesessen, als dieser absolute Blödsinn auch von ihm mit vereinbart und unterschrieben wurde?. Praktikanten, Jugendliche und Rentner mĂĽssen tatsächlich nicht mit einem Lohn bezahlt werden, der ein absolutes Auskommen sichert. Diese leben doch nicht allein von solchen Dienstleistungen. Da haben sich einige Politiker und leider auch Verbandsleute gedacht, es wird schon nicht so schlimm kommen wie es auf dem Papier steht. Mir ist es in dem ganzen Vierteljahr, in dem dieser Blödsinn gestrickt wurde, aufgefallen, dass sich auch diverse Verbandsleute aus Landwirtschafts- und Weinbaukreisen so gut wie nicht zu diesem “Gesetzl.Mindestlohn” zu Wort gemeldet haben.
Mich hat das sehr gewundert. Vor allem, wenn man daran erinnern muss, dass selbst in Publikationen wie dem Agrarbericht 2011/12 darauf hingewiesen wird, dass in zahlreichen Familienbetrieben Familienarbeitskräfte mit einer Entlohnung von nur 3,47€/Stunde auskommen mĂĽssen (siehe dazu obiger Beitrag). Dabei hat bereits die neue Arbeitsministerin Andrea Nahles klar gestellt, dass es so durchgesetzt wird, wie vereinbart und hat alle Forderungen nach Ausnahmen als “Fluchtphantasien” bezeichnet. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob diese Leute, welche solche Vereinbarungen gestrickt haben, nun endlich aufgewacht sind, zu wissen, was sie da angerichtet haben. Aber so ist es eben: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Reinhard Frank
 

21. 11.
2011

Generalversammlung der Internationaler Rebveredlerverband (IRV) auf Klosterneuburg
Sehr interessante Perspektiven eröffnete die Generalversammlung auf Klosterneuburg.
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aktualisiert 24.12.2015

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